113. Auktion
8.11.2025
Lot 132
F. P. JourneJewellery Collection, Octa Divine
"Divine – Die Göttliche": Zum Aufruf kommt diese umwerfend schöne, ultra-seltene, kostbare Diamant-Platin-Armbanduhr mit originalem, exquisit schönem Pavé-Zifferblatt mit Diamanten im Brillantschliff, kleiner Sekunde, Datumsanzeige, Mondphasen- und 120 Stunden Gangreserveanzeige, im Jahr 2007 in die Vereinigten Arabischen Emirate ausgeliefert. Dieses wertvolle Stück ist mit 1381 Brillanten mit einem Gewicht von 11.02 Karat besetzt und wurde noch nie bei einer Auktion angeboten. Obendrein befindet es sich in einem sehr guten Zustand und wird mit einem von François-Paul Journe unterschriebenen Echtheitszertifikat angeboten
Die Octa Divine aus der Jewellery Collection von F. P. Journe ist ein Meisterwerk, das die Grenzen zwischen Uhrmacherei und Juwelierskunst aufhebt und dabei eine Ausstrahlung entfaltet, die ebenso technisch faszinierend wie ästhetisch überwältigend ist. Bereits der erste Blick verrät, dass hier nichts dem Zufall überlassen wurde. In Platin gefertigt, strahlt die Uhr eine noble Präsenz aus, die durch die Brillantfassungen noch intensiver zur Geltung kommt. Das Licht bricht sich an den Steinen, tanzt über das edle Metall und verleiht der Octa Divine eine Aura, die luxuriös und zugleich kultiviert wirkt.
Brillanten schmücken Gehäuse und Armband und betonen die sanften Konturen. Das Pavè-Zifferblatt wirkt durch die Lichtreflexe noch lebendiger, ohne dass das für Journe typische, klare und ausgewogene Zifferblatt-Layout beeinträchtigt wird. Das markante Datumsfenster, die ungewöhnlich platzierte kleine Sekunde, die elegante Mondphasenkomplikation und die fein integrierte Gangreserveanzeige bilden ein Ensemble, das trotz der Vielfalt an Funktionen stets harmonisch und klar bleibt. Doch wahre Schönheit offenbart sich bei F. P. Journe niemals nur an der Oberfläche. Im Inneren der Octa Divine schlägt das Kaliber 1300-2, ein automatisches Manufakturwerk aus 18 Karat Roségold, das den Ruf des Hauses als einen der großen Namen der Haute Horlogerie begründet hat. Mit seinem Rotor aus 22 Karat Roségold fängt es die Energie bei jeder noch so kleinen Bewegung des Handgelenks ein und schafft eine beeindruckende Gangreserve von über fünf Tagen.
"Die Konstruktion des Octa-Kalibers ist weniger eng mit der Geschichte der Uhrmacherei verbunden als die der Konstant- oder Resonanzkraftwerke, aber sie symbolisiert das uhrmacherische Ideal, den Zeitmessern ein Höchstmaß an Präzision und Autonomie zu verleihen! Die Kirchenuhren wurden nicht nur wegen der besseren Sichtbarkeit so hoch angebracht, sondern vor allem, weil es oft einen ganzen Monat dauerte, bis die Antriebsgewichte die Länge ihrer Seile verloren hatten. Zahlreiche Systeme wurden erfunden, um die Gangdauer der Zeitmesser zu verlängern, mit unterschiedlichem Erfolg. Angesichts des geringen Volumens einer Armbanduhr war die Größe der Antriebsfeder automatisch begrenzt. Die Uhrmacher entdeckten daher den Trick, dem normalen Räderwerk ein zusätzliches Rad hinzuzufügen, um die Gangdauer zu verlängern. Leider mussten sie bei der Anwendung dieses Systems feststellen, dass selbst bei einer stärkeren Feder die tatsächlich an der Unruh ankommende Energie gering blieb. Um dies auszugleichen, bauten sie eine kleinere Unruh ein, die weniger Energie verbrauchte, aber auch weniger stabil war. Es ist daher nicht ungewöhnlich, dass einige Uhren, die mehrere Tage laufen können, eine sehr unvorhersehbare Ganggenauigkeit aufweisen.
Diese Herausforderung hat mich sehr motiviert! Ich stellte mir dann vor, dass die beste und naheliegendste Möglichkeit, die Gangdauer zu verlängern, darin bestünde, die Kapazität der Feder zu erhöhen. Die Schwierigkeit bestand darin, die Feder auf der gleichen Ebene wie das Räderwerk und die Hemmung zu integrieren, denn sie ist stabil: 1 Meter und 1 Millimeter dick. Dank des geringen Drehmoments dieser Feder konnte ich einen extrem schnellen automatischen Aufzug erreichen (eineinhalb Stunden im Chappuis-Zyklustest bei einer Gangdauer von mehr als fünf Tagen).
Nachdem ich die Herausforderung der Autonomie mit diesem Kaliber mit automatischem Aufzug erfolgreich gemeistert hatte, stellte ich mich der zweiten Herausforderung, nämlich der Integration verschiedener Komplikationen in ein und dasselbe Uhrwerk: Gangreserve mit Grossdatumsanzeige, Flyback-Chronograph mit Grossdatumsanzeige, retrograder Jahreskalender usw. Und das alles bei gleicher Grösse für alle Modelle der Kollektion Octa.
Drei Jahre Forschung und Entwicklung waren nötig, um dieses weltweit einzigartige Uhrwerk mit Automatikaufzug der Öffentlichkeit vorstellen zu können."
François-Paul Journe