113. Auktion

8.11.2025

Lot 209

Schultis Schwar & Co.
Carousel

Hochfeine, schwere Halbsavonnette mit Bahne Bonniksens 52,5 Minuten Karussell

Verkauft

schätzpreis
6.0007.500 €
Realisierter Preis
7.500 €
Merkmale
Gehäuse
18 kt Gold, eingelegte röm. Emailzahlen, graviertes Monogramm "GT", Gehäusemacher-Punzzeichen "TRR".
Zifferblatt
Email, gebläute Doppel-Spade-Zeiger.
Werk
2/3-Platinenwerk, Karussell mit 52,5 Minuten Umlaufzeit, Gravur "Patent BB 21421" (Bahne Bonniksens Karussell Patent), Spitzzahnankerhemmung, Goldschrauben-Komp.-Unruh, freischwingende, gebläute Unruhspirale.
Geh.-Nr.88461
Maße52 mm
Circa1901
LandSüdafrika/England
Gewicht126 g


Karussell-Uhren sind eine Erfindung des Dänen Bahne Bonniksen, der dazu 1892 in England ein Patent anmeldete. Er wollte mit seiner Erfindung einen Mittelweg zwischen "teurem" Tourbillon und "normalem" Chronometer gehen, erreichte sogar mit seinen Karussell-Uhren bessere Ergebnisse als andere Hersteller mit Tourbillons.


Die Firma Schultis, Schwar & Co. wurde von Louis Schultis und Henry Schwar gegründet. Louis Schultis war Goldschmied und stammte aus Deutschland. Sein Partner Henry Schwar (1853–1932) kam vermutlich ebenfalls aus Deutschland. Die Firma war um 1888 in der Goswell Road 49 in Clerkenwell, London, ansässig. Eine Filiale befand sich in Pretoria, Transvaal, Südafrika. Es ist wahrscheinlich, dass Schwar die Londoner Niederlassung und Schultis die Niederlassung in Pretoria leitete. Im Jahr 1887 lösten sie ihre Partnerschaft auf, die Firma bestand jedoch weiter. Die Londoner Niederlassung zog im Jahr 1901 in die Clerkenwell Road 24 in Clerkenwell um. Neben Taschenuhren verkaufte das Unternehmen auch Großuhren, darunter Tischuhren der Marken Lenzkirch, Hamburg-Amerikanische Uhrenfabrik und Couaillet Frères. Die Taschenuhren stammten meist aus England und hatten Gehäuse von Dennison Watch Case.
Quelle: watch-wiki.org