113. Auktion
8.11.2025
Lot 120
Monogrammist "PP"
Seltene, vermutlich Augsburger Renaissance Türmchenuhr mit Stundenschlagwerk und Wecker
Verkauft
schätzpreis
2.000—6.000 €
Realisierter Preis
10.000 €
Merkmale
Gehäuse
Messing, feuervergoldet, seitlich verglast, durchbrochen gearbeiteter Glockenturm, 1 Hammer / 1 Glocke.
Zifferblatt
Vorderseite - aufgelegter, silberner Ziffernring mit eingelegten röm. Stunden "I-XII", äußerer Ring mit zwölf Tastknöpfen zur Nachtablesung, zentrale Weckerscheibe mit floraler Gravur im Zentrum, Eisenzeiger. Rückseite - 2 silberne Kontrollzifferblätter mit floral gravierten Zentren, Eisenzeiger.
Werk
Messingrahmen, Eisenräderwerk, 2 x Darmsaite/Schnecke für Gehwerk und Schlagwerk, Federhaus für Wecker, Spindelhemmung, Radunrast.
Maße265 mm
Circa1600
LandDeutschland
Der Sockel ist ziseliert und mit Muscheln und Akanthusblättern graviert. Die beiden abnehmbaren Seiten sind als Renaissance-Tor mit verglasten Bogenfenstern versehen und werden von toskanischen Dreiviertel-Säulen flankiert. Der Aufsatz hat vier Eckbaluster und beherbergt den Glockenstuhl mit Arkadengeschoss. Ein Pavillon mit einer knienden Figur krönt die Kuppel über der Glocke.
Laut den Aufzeichnungen von Jürgen Abeler handelt es sich bei dem Uhrmacher "PP" um einen unbekannten Meister im 3. Viertel des 16. Jahrhunderts. Eine weitere Renaissance Türmchenuhr des Monogrammisten "PP" wurde im Mai 2009 in der Patrizzi & Co. Auktion der Sammlung Koelliker für 32.000 EUR versteigert (Lot 55).